Feuerwehrgeräte 1915

 

Handdruckspritze

Feuerwehrgeräte-Fabrik Carl Metz, Heidelberg, gegr. 1842, Baujahr 1915, Nr. 6248

angeschafft von der Freiwilligen Feuerwehr Brühl im Jahr 1915.

        Die Spritze wurde vor allem angeschafft, um bei Bombenangriffen auf die Werkshallen und die Luftschiffhalle der Schütte-Lanz Luftschiffbau OHG entstandenen Brände löschen zu können. Zuständig dafür war die Wachmannschaft der Landwehrkompanie. Glücklicherweise musste sie dafür nie eingesetzt werden.  Im Hintergrund Schemamodell der späteren Schütte-Lanz Holzwerke.

Feuerwehr 1915 DSC 0017 - Homepage

 

Auswirkungen der Einberufungen 1914 auf die Freiwillige Feuerwehr

 Der Umfang der Einberufungen im August 1914 bringt auch die Freiwillige Feuerwehr an den Rand ihrer Einsatzbereitschaft. Das Bezirksamt Schwetzingen ordnet daher umgehend an, dass die Lücken durch die Dienstverpflichtung der nicht eingezogenen Männer zu schließen seien. Feuerwehrkommandant Emil Triebskorn entgegnet wenig später, dass 24 Feuerwehrmänner noch ihren Dienst versehen würden und sich die Maßnahme daher erübrige. Die vorliegenden Zahlen lassen aber Zweifel an dieser Feststellung aufkommen. Im Januar 1914 zählt die Hilfsmannschaft der Feuerwehr in Brühl noch 71, auf dem Rohrhof 19 Mann; dazu kommen noch 9 beziehungsweise 3 Wasserführer, je 1 „Melder zu Rad” sowie 2 bzw. 1 Spritzenführer. Im Juli 1915 ändert sich die Situation rasch. Die Einberufungen lassen die Zahl der dienstfähigen Feuerwehrmänner drastisch schrumpfen. Weshalb man nun darum bittet, dass die wachfreien Männer der Landsturmkompagnie im Falle eines Brandes die Löschmannschaft in Brühl und Rohrhof unterstützen mögen. Dem Ersuchen wird auch sogleich stattgegeben. Auch die technische Ausstattung wird modernisiert: Zur wirksameren Bekämpfung von Bränden erwirbt die Feuerwehr 1915 eine Handdruckspritze der Firma Carl Metz in Heidelberg.

[Auszug aus Ortsschell' Nr. 22, Brühler "Heimatfront" 1914 - 1918.]

Feuerwehr Handdruckspritze1915 DSC 0049 - Homepage

Feuerwehr 1915 DSC 0018 - Homepage

 

Handdruckspritze

Feuerwehrgeräte-Fabrik Carl Metz, Heidelberg, gegr. 1842, Baujahr 1915, Nr. 6248

angeschafft von der Freiwilligen Feuerwehr Brühl im Jahr 1915.

        Die Spritze wurde vor allem angeschafft, um bei Bombenangriffen auf die Werkshallen und die Luftschiffhalle der Schütte-Lanz Luftschiffbau OHG entstandenen Brände löschen zu können. Zuständig dafür war die Wachmannschaft der Landwehrkompanie. Glücklicherweise musste sie dafür nie eingesetzt werden.  Im Hintergrund Schemamodell der späteren Schütte-Lanz Holzwerke.

Feuerwehr 1915 DSC 0017 - Homepage

 

Auswirkungen der Einberufungen 1914 auf die Freiwillige Feuerwehr

 Der Umfang der Einberufungen im August 1914 bringt auch die Freiwillige Feuerwehr an den Rand ihrer Einsatzbereitschaft. Das Bezirksamt Schwetzingen ordnet daher umgehend an, dass die Lücken durch die Dienstverpflichtung der nicht eingezogenen Männer zu schließen seien. Feuerwehrkommandant Emil Triebskorn entgegnet wenig später, dass 24 Feuerwehrmänner noch ihren Dienst versehen würden und sich die Maßnahme daher erübrige. Die vorliegenden Zahlen lassen aber Zweifel an dieser Feststellung aufkommen. Im Januar 1914 zählt die Hilfsmannschaft der Feuerwehr in Brühl noch 71, auf dem Rohrhof 19 Mann; dazu kommen noch 9 beziehungsweise 3 Wasserführer, je 1 „Melder zu Rad” sowie 2 bzw. 1 Spritzenführer. Im Juli 1915 ändert sich die Situation rasch. Die Einberufungen lassen die Zahl der dienstfähigen Feuerwehrmänner drastisch schrumpfen. Weshalb man nun darum bittet, dass die wachfreien Männer der Landsturmkompagnie im Falle eines Brandes die Löschmannschaft in Brühl und Rohrhof unterstützen mögen. Dem Ersuchen wird auch sogleich stattgegeben. Auch die technische Ausstattung wird modernisiert: Zur wirksameren Bekämpfung von Bränden erwirbt die Feuerwehr 1915 eine Handdruckspritze der Firma Carl Metz in Heidelberg.

[Auszug aus Ortsschell' Nr. 22, Brühler "Heimatfront" 1914 - 1918.]

Feuerwehr Handdruckspritze1915 DSC 0049 - Homepage

Feuerwehr 1915 DSC 0018 - Homepage

Dokumente zur Feuerwehr

Gemeindearchiv Brühl, Faszikel A 76: 

                                   Mannschaftslisten und Korrespondenz 1900 bis 1918.

 

Publikation:

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Brühl. 75 Jahre Spielmannszug. Festschrift 2000. Hg. Gerd Immeln, Karlheinz Schwab. Brühl 2000.