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(Bus-)Haltestellen mit Geschichte

Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Brühl/Rohrhofe.V.

Bushaltestellen-Namen konservieren die Ortsgeschichte - Teil 1, "Siedlung"

Wer als Neubürger oder Jugendlicher die Buslinie 710 nutzt, wird sich vielleicht schon über einige seltsame Haltestellen-Namen gewundert haben. Sie können nur durch eine Beschäftigung mit der Ortsgeschichte erklärt werden. Heute und an zwei weiteren Terminen wollen wir kurz darauf eingehen.

Der Name "Siedlung" der Haltestelle an der Ecke Mannheimer Straße / Am Schrankenbuckel verweist in die Zeit der 1950er Jahre. Damals wurde als erste Erweiterung der Bebauung nach dem Zweiten Weltkrieg das "Komponistenviertel" südlich des Gewerbegebiets errichtet. Es wurde anfangs als dritter Ortsteil neben Brühl und Rohrhof angesehen und tatsächlich „Siedlung" genannt. Die drei Ortsteile waren damals noch deutlich voneinander entfernt und alle von freier Landschaft umgeben. Das änderte sich ab den frühen 1960er Jahren. Damals wurde auf halber Strecke zwischen Brühl und Rohrhof in die östliche Spraulache das Freibad gebaut. Auf der anderen Seite der damaligen Landstraße erhob sich noch die bewaldete Anhöhenach der die Straße bis heute ihren Namen hat, derSchrankenbuckel. Indem Vierteljahrhundert danach änderte sich das Gesicht der Umgebung jedoch völlig. Dem Freibad folgten dasSchul-und Sportzentrum, dieFeuerwehr, derSteffi-Graf-Park und die gesamte umgebende Wohnbebauung. Der Schrankenbuckel wurde dafür gerodet und im Bereich des Stadions abgetragen. Aus den drei baulich getrennten Ortsteilen wuchs so ein gemeinsamer Ortsetter zusammenNur alte Fotos und eben auch der Name der Bushaltestellen bedenTankstellen erinnern nochheute daran, dass es mal anders war.

Schö.

In: Brühler Rundschau Nr. 49 vom 9. Dezember 2016.