Vereinsgeschichte

Der Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Brühl/Rohrhof e. V. wurde im Januar 1995 gegründet. Diesem Ereignis waren zahlreiche Begegnungen zwischen Bürgern und Verwaltung vorausgegangen, die die sehr unterschiedlichen Erwartungen an den zukünftigen Verein deutlich werden ließen. Und die sich auf längere Sicht nicht unter einem Dach vereinen ließen. Auf die zuküntigen Vorsitzenden und die Vorstandsmitglieder wurden hohe Erwartungen gestellt. Und jede Amtsperiode reagierte auf diese auf ihre eigene Weise.

Vorträge, Ausstellungen, Publikationen - darunter die "Ortsschell'" - und Ausflüge sollten die Mitglieder und die Bevölkerung gleichermaßen ansprechen. 2009 beschritt man mit der Eröffnung der Heimatstuben in der Neugasse einen neuen Weg. 2016 konnte dieser mit der Einweihung des Heimatmuseums in der Kirchenstraße fortgesetzt und vertieft werden. Jährlich wechselnde Sonderausstellungen sollen die Attraktivität der Ausstellung erhalten. Außerdem amct eine Vitrine im Erdgeschoß des Rathauses auf den Verein und das Musuem aufmerksam.

Eine 2019 ins Leben gerufene Schriftenreihe soll die umfangreicheren Publikationen aus dem Vereinsarchiv ermöglichen. Und schließlich bietet die Zusammenarbeit mit der VHS Schwetzingen und den Historischen Vereinen in Oftersheim, Ketsch, Plankstadt sowie dem Karl-Wörn-Haus, dem Stadtarchiv und der Badischen Heimat in Schwetzingen die Gelegenheit, unseren Mitgliedern eine breites Angebot zur Verfügung zu stellen. Besuchen Sie uns.

 

Lesen Sie weiter: Die Entwicklung des Vereins seit 1995.

Der Verein für Heimat- und Brauchtumspflege Brühl/Rohrhof e. V. wurde im Januar 1995 gegründet. Diesem Ereignis waren zahlreiche Begegnungen zwischen Bürgern und Verwaltung vorausgegangen, die die sehr unterschiedlichen Erwartungen an den zukünftigen Verein deutlich werden ließen. Und die sich auf längere Sicht nicht unter einem Dach vereinen ließen. Auf die zuküntigen Vorsitzenden und die Vorstandsmitglieder wurden hohe Erwartungen gestellt. Und jede Amtsperiode reagierte auf diese auf ihre eigene Weise.

Vorträge, Ausstellungen, Publikationen - darunter die "Ortsschell'" - und Ausflüge sollten die Mitglieder und die Bevölkerung gleichermaßen ansprechen. 2009 beschritt man mit der Eröffnung der Heimatstuben in der Neugasse einen neuen Weg. 2016 konnte dieser mit der Einweihung des Heimatmuseums in der Kirchenstraße fortgesetzt und vertieft werden. Jährlich wechselnde Sonderausstellungen sollen die Attraktivität der Ausstellung erhalten. Außerdem amct eine Vitrine im Erdgeschoß des Rathauses auf den Verein und das Musuem aufmerksam.

Eine 2019 ins Leben gerufene Schriftenreihe soll die umfangreicheren Publikationen aus dem Vereinsarchiv ermöglichen. Und schließlich bietet die Zusammenarbeit mit der VHS Schwetzingen und den Historischen Vereinen in Oftersheim, Ketsch, Plankstadt sowie dem Karl-Wörn-Haus, dem Stadtarchiv und der Badischen Heimat in Schwetzingen die Gelegenheit, unseren Mitgliedern eine breites Angebot zur Verfügung zu stellen. Besuchen Sie uns.

 

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Der Verein seit 1995.

Seit 1995 - Ein Überblick über die Vereinsgeschichte

GründungsphotoVom Gründungstag am 25.01.1995 im Clubhaus des Fußballvereins
v.li.: Bgm G. Reffert, H. Strauch, Rektor W. Schreck, G. Bassauer

Am 25. Januar trafen sich damals in der „Ratsstube" 54 Bürgerinnen und Bürger aus Brühl und Rohrhof mit der Idee, Heimat und Brauchtum in der Gemeinde zu pflegen. Der damalige Bürgermeister Günther Reffert und das heutige Gemeindeoberhaupt Dr. Ralf Göck waren unter ihnen. Aus den Reihen der Kommunalpolitik unterstützten die Gemeinderäte Helmut Mehrer, Irene Dewitz, Wolfram Gothe, Karl A. Maurer, Winfried Geier, Werner Fuchs, Albert Gredel und Herbert Semsch die Pläne. Der damaige Kulturamtsleiter Lothar Ertl soll bei der Aufzählung nicht vergessen werden. Paul Wüst war einer der großen Förderer der Idee und sollte es lange Jahre bleiben. Aus dem Bereich der Schulen zählten Günter Wörz, Dr. Adalbert Nessel, Willibald Schreck, Dr. Volker Kronemayer, Hans-Peter Jester und Walter Schleich mit dazu. Daneben bot Dr. Volker Kronemayer  die Unterstützung seitens des Landesvereins Badische Heimat an.

Zahlreiche örtliche Vereine waren von Beginn an mit dabei. Heinrich Schwab von den „Kollerkrotten", Gerhard Luksch von den „Rohrhöfer Göggeln", Albert und Ruth Gredel, seit Jahren mit Gesang und Kultur der Gemeinde eng verbunden, und Gerlinde Geschwill-Epp vom örtlichen Roten Kreuz findet man in der Liste der Gründungsmitglieder.

Bei der Gründungsversammlung wählten die Mitglieder Willibald Schreck, als Schulleiter, Organist und Chorleiter gut bekannt, zum 1. Vorsitzenden. Ihm zur Seite leisteten in der Folge Paul Wüst, Günter Bassauer, Günter Staudt und Horst Füglein wertvolle Arbeit. Große Freude löste der Beitritt des damaligen Finanzministers und Brühler Ehrenbürgers Gerhard Stratthaus im Verein aus.

Unter der Leitung von G. Bassauer gelang es, zahlreiche öffentliche Veranstaltung wie die Kirchweih in Brühl oder das Sommerfest in Rohrhof zu organisieren, die Zelte dafür aufzubauen, Stromkabel und Beleuchtung zu legen und Vieles mehr. Die Mitgliederstruktur brachte es – vornehmlich auf Grund des steigenden Durchschnittsalters – mit sich, dass diese Aktivitäten im Laufe der Zeit zurückgefahren und schließlich ganz eingestellt wurden.

Konzentration auf Öffentlichkeitsarbeit

Die zweite Periode des Vereins war von Dr. Ludwig Friedrich bestimmt. Gemeinsam mit Paul Wüst entwickelte er sich zum Experten des Brühler Gemeindearchivs.

So wurde zur Erinnerung an das Kriegsende vor 50 Jahren wurde 2005 in der Villa Meixner eine Ausstellung über die Jahre der Besatzungszeit zusammengestellt. Eine besondere Herausforderung stellte das 850-jährige Jubiläum der Gemeinde im Jahr 2007. In akribischer Kleinarbeit schuf man die Voraussetzungen für das Heimatbuch „850 Jahre Brühl-Rohrhof", das 2007 in einer Auflage von 2.000 Exemplaren auf den Markt kam. Nach dem überraschenden Tod von Dr. Friedrich war es vor allem Ralf Strauch zu verdanken, dass das Werk rechtzeitig und in bester Qualität fertig gestellt werden konnte.

Nach dem Tod von Dr. Friedrich übernahm Hans Weihe zunächst kommissarisch das Amt des 1. Vorsitzenden, ehe er 2007 von der Jahreshauptversammlung einstimmig das Vertrauen erhielt. Ihm war es vor allem zu verdanken, dass sich der Verein während der Veranstaltungen zur 850-Jahrfeier von seiner besten Seite zeigte. Viele Initiativen gingen von ihm aus. Eine schwere Krankheit zwang Hans Weihe zur Aufgabe des von ihm sehr gut verwalteten Amtes.

„Heimatstuben" und mehr

Nach seinem Tod übernahm Peter Dewitz im Mai 2009 die Nachfolge. Eine deutlich verjüngte Vorstandschaft versuchte neue Wege zu finden und sie zu entwickeln. Neben dem 1. Vorsitzenden arbeiten Dr. Volker Kronemayer als Schriftführer, Klaus Bess als Schatzmeister sowie die Beisitzer Eva Gredel und Klaus Triebskorn tatkräftig mit. Winfried Höhn widmete sich Detailaufgaben.

2.2.4 HEIMATSTUBEN webEin großer Schritt zur Ausweitung der bisherigen Vereinsaktivitäten wurde im September 2010 mit der feierlichen Einweihung der „Heimatstuben" in der Neugasse 44 unternommen. Acht Räume wurden unter verschiedenen themenbezogenen Gesichtspunkten eingerichtet. Die Räume „Schütte-Lanz-Luftschiffbau" sowie die „Schusterstube" werden nur davon ausgefüllt, während die übrigen sechs sich den Platz mit mehreren Themen teilen müssen. Es herrscht eine gedrängte Fülle. Das Angebot der „Heimatstuben" wird von der Öffentlichkeit sehr gut angenommen. Ständig kommen neue Exponate aus dem Besitz der Bürger hinzu.

Der Luftschiffbau in Brühl:
Ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal

2.2.5 PLAKAT ZUR JUB-FEIERNach der Erkrankung von Peter Dewitz übernahm Winfried Höhn die Leitung. Die bisherigen Mitglieder des Vorstandes und Beirats führten ihre Tätigkeit fort, neue wurden für die Mitarbeit gewonnen. Es ist das besondere Verdienst von Winfried Höhn, dass er im Frühjahr 2011 auf die Jungfernfahrt des Schütte-Lanz-Luftschiffs SL1 aufmerksam machte. Nach umfangreichen und intensiven Vorbereitungen war es möglich, am 16. Oktober, ein Tag vor dem 100-jährigen Jubiläum, eine große Veranstaltung mit weit über hundert Gästen durchzuführen. Und kein Ort in Brühl wäre geeigneter gewesen, als die denkmalgeschützten Werkshallen aus der Zeit des Schütte-Lanz Luftschiffbaus. Die Resonanz in der Presse wie aus dem Kreis der Einwohner war überwältigend.

Im Januar 2012 folgte die Eröffnung der Ausstellung „Schütte-Lanz Luftschiffbau entwickelt ‚Standardluftschiff' in Brühl". Auf Grund des starken Besucherinteresses wurde diese über den vorgesehen Termin am 16. März verlängert. Der in der Ausstellung vorherrschende Aspekt der technischen Entwicklung im Luftschiffbau ergänzte eine frühere Veranstaltung. Damals hatten Hans Weihe und Ludwig Friedrich am gleichen Ort eine Ausstellung über die Schütte-Lanz-Werke von 1909 bis 1999 zusammengetragen.

SL2 über dem Fluggelände in Brühl

Die Gemeinde Brühl verfügt mit dem Schütte-Lanz-Luftschiffbau ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal: Hier wurde das von seinem Konstrukteur so bezeichnete „Standardluftschiff SLII" konstruiert und gebaut. Maßgebliche Konstruktionsmerkmale für den Luftschiffbau bis zu dessen Ende 1937 wurden hier gesetzt. Für die Gemeinde Brühl und den Verein zugleich eine besondere Verpflichtung, die Erinnerung daran zu bewahren. Die Erhaltung der bereits erwähnten denkmalgeschützten Werkshallen und des Kamins -mittlerweile leider gesprengt - auf dem ehemaligen Werftgelände wären ein weiterer notwendiger Schritt.

Pflege einer „Erinnerungskultur"

Im September 2011 Dr. Volker Kronemayer trat das Amt als Erster Vorsitzender des Vereins an. Seitdem entsteht ein umfangreiches (digitales) Archiv von Darstellungen, Textquellen und Bildern, die auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Februar 2012 musste der Verein sein Büro in der Hauptstraße aufgeben; das Gebäude wurde wegen der Sanierung des Areals abgerissen. Die meisten Unterlagen waren für mehr als drei Jahre verpackt und unzugänglich. Mittlerweile verfügt der Verein wieder über ein Büro im Merkelgrund 2a.

2.2.6 ZIEGELEI MERKEL 2012Ein besonderes Anliegen des Vereins war der Erhalt des letzten noch vorhandenen Gebäudes der einst zahlreichen Brühler Ziegeleien. Das Gebäude im Merkelgrund besaß noch eine der wenigen in der Bundesrepublik erhaltenen Zickzacköfen. Und es war die letzte Erinnerung an eine Zeit, da Brühl die größte Ziegelproduktion im Großherzogtum Baden aufwies. Alle Bemühungen waren leider vergeblich. Ab September 2012 wurde das Gebäude abgebrochen. Es folgte eine Wohnbebauung, in der auch der Heimatverein sein Büro hat (s.o.). 

Von den "Stuben" zum "Museum". 

Kino Rheingold-Schriftzug -DSC 0032 nicht komprimiert

Nach einer längeren Umbauzeit konnte der Verein am 16. September 2016 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ein kleines Museum in der Kirchenstraße 2 einweihen. Sein markantes Kennzeichen ist heute der Schriftzug des früheren Brühler Kinos an der Straßenfront: "Rheingold" leuchtet es in Rot, wenn das Museum geöffnet ist. Im Innern ist ein Raum der Firma Schütte-Lanz gewidmet. Ein zweiter dem Handel und Gewerbe, ein dritter dient als Raum für wechselnde Sonderausstellungen und kleinere Vorträge. im Außenbereich werden Gegenstände der Brühler Feuerwehr und der Ziegeleien präsentiert.

Ausblick

Die bisherigen Aktivitäten des Vereins werden fortgeschrieben: Die Reihe Ortsschell' widmet sich aktuellen (historischen) Ereignissen und anderen Themen, die mit einer Bewahrung der Erinnerungskultur im Zusammenhang stehen. Im November 2019 wurde eine Schriftenreihe des Vereins ins Leben gerufen. Als erster Band erschien "Carl Pister. Tagebuch 1914 - 1918." 

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der VHS Schwetzingen und der Historischen Vereine in Oftersheim, Ketsch, Plankstadt sowie dem Karl-Wörn-Haus, dem Stadtarchiv und der Badischen Heimat in Schwetzingen werden Vorträge, Ausflüge und Reisen angeboten, die Programme ausgetauscht.

Und im Museum wird mindestens eine wechselnde Sonderausstellung im Jahr gezeigt.

Vorstand und Beirat des Vereins versuchen weiterhin, die Erinnerungskultur in Brühl mit Vorträgen, Ausstellungen und Publikationen wach zu halten. Im Kreis der älteren Mitbürger hat dieses Bemühen bereits Anerkennung gefunden. Viele aus dem Kreis der jüngeren Einwohnerschaft und Neubürger haben auf diesem Weg einen Zugang zu Brühl als Wohnort mit einer eindrucksvollen Vergangenheit gefunden.

Brühl, 1. Februar 2019